Schnuppe von Gwinner

Die Holzschnitte der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva sind in ihrer farbfröhlichen Leichtigkeit kaum zu überbieten. Zierliche, gehörnte Wesen bevölkern die Flächen in einem beschwingten Rhythmus. Ihre Begleiter sind tierhafte Fantasieschöpfungen. Sie sind umgeben von einer filigran stilisierten Flora. Sie fliegen, spazieren, sitzen beieinander, rudern, tanzen und schauen dich an.

Ja, dich!

Lässig, beiläufig, direkt und bunt.

Ich spreche von Bildern, doch ich erkenne Geschichten, höre Stimmen, Lachen, Musik.

Genauso wie das Kind Tita. Tagelang bastelt sie mit ihren großen Geschwistern an einer bunten Stier-Maskerade. Bunt und fantasievoll. Als Hauptfigur des Bumba-Meu-Boi Festes in Titas Heimatstadt Caxias wird dieser Stier alljährlich im Juni umtanzt und umschwärmt. Nachts, wenn Tita schon längst im Bett liegt und schlafen soll. Dann träumt sie zu den heissen Rhythmen, die vom nächtlichen Fest herein schweben. Von jenen Wesen, die wir heute auf ihren Bildern und in ihren Büchern antreffen?

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Abb. Originalbeigabe Tita do Rêgo Silva d in der 24. Jahresschrift für Künstlerbücher