Schnuppe von Gwinner

Elke Sada - Capriccio

Eine Vase, eine Kanne, ein Becher ist bei Elke Sada immer viele Vasen, Kannen, Becher. Wie man sie auch dreht und wendet, immer ergibt sich ein neues Bild, passend zur Laune, zum Wetter oder zum Tischtuch. Elke Sada erlaubt sich viele Freiheiten. Sie holt die Malerei auf ihre Formen. Flächen, Linien, Punkte, Kleckse, Tropfnasen und kleine Kritzeleien. Da ist zuerst  die große Begeisterung der Künstlerin in großen Gesten Farben zu malen, schwungvoll Akzente zu setzen, vom Ganzen ins Detail zu locken.

„Capriccio - das Zusammenspiel meiner Leidenschaft für expressive Malerei und die Liebe für schöne Gebrauchsgegenstände." sagt Elke Sada. In ihrer Vasen-, Kannen- und Becher-Serie Capriccio erzählen abstrakte Bilder und spontane Malerei ganze Geschichten. Das Blatt bzw. die Fläche als Bildträger charakterisiert auch die formale Gestalt dieser reizvollen Gefäße. Sie sind bei aller Originalität eindeutig der Funktion verpflichtet.

Die Grundlagen ihres Handwerks, beispielweise das drehen von Gefässen an der Scheibe oder deren aufbau aus Tonwülsten und Tonplatten, erlernte die Keramikerin in verschiedenen Werkstätten, berufsbegleitend.

Zwölf Jahre lang war sie in der chemischen Forschung in den USA und Italien tätig. Als sie bemerkte, dass ihre Leidenschaft für den Umgang mit Ton grundsätzlicher Natur ist, entschied sie sich für eine Ausbildung in England. Zuerst studierte sie im südenglischen Bath und vertiefte ihre künstlerische Entwicklung am Royal College of Art in London, wo sie den Master of Arts in Ceramic and Glass machte. In dieser Zeit beschäftigte sich gleichermaßen intensiv mit keramischen Techniken und freier Kunst um schliesslich für sich selbst einen ganz eigenen Weg zu erschliessen, der die Malerei zum wichtigen Teil ihres Werkes macht und nie nur Dekor sein lässt. ...

Werkschau weiterlesen in Handmade Kultur 3/2016