Schnuppe von Gwinner

Toymaker Robert Race

Robert Race ist der Typ, den sich jedes Kind von ganzem Herzen  zum Großvater wünschen würde. Ein stiller, freundlicher Mann, der kein Wort zu viel sagt und doch voller Überraschungen steckt. Aber er berichtet gerne aus seinem reichen Leben als "toymaker", als Spielzeugmacher, wie es auch in seinem Pass steht.  Sein Leben wechselt zwischen Phasen introvertierter Tüftelei und Kreation und Phasen intensiver Öffentlichkeit, in der ihm seine vielen Bewunderer mit intensiver Neugier und Emotionen begegnen. Beides geniesst er sichtlich, meistens mit einem veschmitzten Lächeln. Als ich ihn vor vielen Jahren kennen lernte verkörperte er für mich sofort das alte Sprichwort "stille Wasser sind tief".

Er selbst würde sich nicht als humorvoll bezeichnen, eher als vergnügt und unbeschwert. Er liebt es Geschichten zu erzählen und mit schrägen Ideen zu verblüffen. Und er hofft natürlich, die Menschen mit ihrem Witz bezaubern.

Im engen Strassengewirr der englischen Kleinstadt Bradford on Avon steht das uralte, graue Steinhaus, das er seit Jahrzehnten mit seiner Frau Thalia bewohnt. Es steht dort schon viele hundert Jahre, nach aussen trutzig und wehrhaft. Doch das Innere offenbart sich als beredter Lebensraum seiner Bewohner. Die Wände des Wohnzimmers sind hinter Bücherregalen verborgen, in denen es sich nicht nur Bücher sondern auch jede Menge Spielzeug und kleine Kunstwerke gemütlich gemacht haben. Die Möbel, so berichtet Robert Race stolz, habe alle sein Vater entworfen. Nach dem Krieg. Für die ersten Prototypen wurden Anfang der 50er Jahre die notwendigen Metallteile aus alten Waffen recycelt. Der Einfluss des Designer-Vaters auf den Sohn kamjedoch erst spät zum tragen. Der Onkel hatte als Wissenschaftler mehr Einfluss auf den jungen Robert, der in seinem Arbeitsleben eine wissenschaftliche Karriere als Lehrer und Schulleiter machte.

Hier weiter lesen