Schnuppe von Gwinner

Samantha Bryan

Samantha's Großmutter entführte ihre kleine Enkeltochter allabendlich in die märchenhaften Welten gemeinsam erfundener Geschichten. Es wimmelte nur so von guten und bösen Feen, Fabelwesen und wundersamen Begebenheiten. Fantastische Ideen und Erfindungen, die sie im Schlaf weiter träumte und am Tag weiter spielte. In ihrer geheimnisvollen Einigkeit über den Verlauf der fantastischen Begebenheiten lag die magische Kraft dieser gemeinsamen Geschichten von Großmutter und Enkeltochter.

Und so erklärt Samantha ihre bis heute überaktive Einbildungskraft mit diesem intensiven Einfluss der Gutenachtgeschichten ihrer Kindheit: „Das ist der reine Wahnsinn!“

Samantha beschreibt sich selbst als immer beschäftigt, inspiriert von Bilderbüchern, viktorianische Spielereien und Erfindungen, umgeben von erdachten Freunden und versunken in ihre eigenen Fantasien. Dazu kommt ihr ausgeprägter Sinn für feinen Humor und abwegige Assoziationen. Hier bekommt das Klischee des typisch britischen Humors, der geradezu sprichwörtlichen englischen Toleranz, ja Bewunderung gegenüber Menschen mit skurrilen Ideen und Marotten, eine weitere bunte Facette.

Es gibt einige Interviews, in denen sie brav Auskunft über ihre Ausbildung gibt, ihren Werdegang, über Ausstellungen und Erfolge. Sie alle beschreiben die kleine Sensation, dass es einer jungen Frau gelingt ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen mückenhaft schlanke Feenwesen mit Federflügeln und interessanten Ausrüstungen auf Reisen zu schicken. ...

Weiterlesen in Handmade Kultur No 2/2014