Schnuppe von Gwinner

Martin Möhwald: Der Phantasie Raum geben

Im Frühjahr 2017 präsentierte die Leipziger Keramik-Galerie terra rossa eine Solo-Ausstellung des Keramikers Martin Möhwald aus Halle. Sein Ruhm hallt weit, doch man findet wenig Geschriebenes zu seinem Werk. Das sah ich als willkommene Herausforderung einen Beitrag über sein Werk für den craft2eu Blog für europäische Handwerks- und Designkultur zu schreiben:

Die Leipziger Galerie „terra rossa“ zeigt aktuell eine Solo-Ausstellung des Keramikers Martin Möhwald aus Halle, einer der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten im Revier um die Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Durch und durch hallenser Schule, als Sohn von …*, Schüler von…** doch schon seit Jahrzehnten überhaupt nicht darauf zu reduzieren, so unverkennbar ist seine gestaltende Handschrift. Kaum einer ist so international unterwegs wie er, bekannt, vernetzt und vor allem: so geschätzt mit seinem unverwechselbaren Werk – und gleichzeitig so sehr verwurzelt in seiner Heimat, als Mensch und Künstler.

Ich selbst entdeckte Martin Möhwald und seine eigenwilligen Keramiken vor unübersichtlich vielen Jahren auf dem Schweriner Töpfermarkt – und war hin und weg und begeistert. Eine kleine Teekanne in Begleitung zweier Teeschalen musste mit. Sie versammeln alles an Dekor und maßvoller Farbigkeit, das man auf den Objekten von Martin Möhwald erwarten kann. Da balgen sich antike griechische Krieger zwischen kyrillischem Buchstabensalat und Pepitamustern in unterschiedlichen Verzerrungsstadien, beständig in Gefahr von einem eiligen Galopper überrannt zu werden. Fragmente aneinander gereihter Majuskeln und handschriftlicher Dokumente, gespiegelt oder leserlich, lassen sich auch finden....

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